Das Silbererz wurde in Hornkullen bereits seit dem 15. Jahrhundert gebrochen. Die Bergleute waren zu dieser Zeit meist Sträflinge und nach 1600 vor allem Kriegsgefangene.
Das Erzgestein wurde durch Holzfeuer mürbe geheizt, so dass man es nach dem Abkühlen herausbrechen konnte. Bei dieser Abbaumethode dauerte es etwa einen Monat, um einem Meter in den Berg zu kommen. Die schwierigste Aufgabe war, die Grube frei von Wasser zu halten. Dazu wurde eine Pumpvorrichtung gebaut.
In den Jahren 1582-1604 wurden bereits 400-500 Tonnen Silbererz gefördert. Darin war das Erz der Mine von Gruvåsen mit enthalten. Um 1730 fand man nach mehreren Jahren Arbeit schließlich einen ziemlich guten Erzstreifen von bis zu zwei Meter Dicke. Im Jahre 1844 wurden alle 17 Minen in der Gegend zu „Hornkulls Silver Werk“ zusammengelegt.
Die Schwierigkeit, die Mine frei von Wasser zu halten und der niedrige Silberpreis waren die Ursache, dass man 1847 den Hüttenbetrieb wegen Unwirtschaftlichkeit einstellte.
Das Grubengebiet in Hornkullen ist ein einzigartiges Monument schwedischer Bergbaugeschichte. Es gibt mehrere Grubenlöcher in Hornkullen. „Dunderkammaren“ (Donnerkammer) und „Tors hål“ (Loch des Gottes Tor) sind für die Besucher zugänglich. Die Gruben sind im Winterhalbjahr mit Wasser gefüllt und werden jeden Sommer leer gepumpt.






