Die Personennummer – Teil 1

Wir hatten uns im Vorfeld genau informiert, wann und wo wir uns überall anmelden müssen. Also fuhren wir gleich am ersten Montag unseres offiziellen Aufenthaltes zum Skatteverket nach Karlstad. Wir hofften, dass die Beantragung der Personennummer nicht ganz so kompliziert sein würde.

Als wir das Amt betraten, empfing uns eine nette Mitarbeiterin, der wir auf schwedisch erklärten, dass wir aus Deutschland wären und die Personennummer beantragen wollten. Sie brachte uns dann die entsprechenden Formulare und erklärte uns, was wir ausfüllen müssten. Überraschend war für uns, dass wir frühere Ehepartner angeben mussten. Zum Glück hatten wir dafür auch die entsprechenden Urkunden bei (Scheidungs- und Sterbeurkunde zusätzlich zum Rentenbescheid von Uwe und dem Formular E121 von der Krankenkasse und natürlich unsere Reisepässe). Wir warteten in der Schlange bis wir zum Schalter gerufen wurden (wie alle anderen auch). Wie sich herausstellte, nahm diese ganze Beantragung ziemlich viel Zeit in Anspruch. Aber mit einer Freundlichkeit und Ausgeglichenheit nahm sich die Mitarbeiterin alle Zeit der Welt. Wenn wir etwas nicht genau verstanden hatten, erklärte sie es auch ein zweites Mal. Sie machte von allen Unterlagen Kopien. Womit sie gar nichts anfangen konnte, war die Abmeldung des Einwohnermeldeamtes aus Deutschland. Unseren Kaufbrief hatten wir in Kopie schon dabei, also überließen wir ihr diese Kopie, obwohl sie nachfragte, ob wir sie zurückhaben möchten. Das stellte sich dann am selben Tag im Telia Shop aber als Fehler heraus, da wir kein weiteres Exemplar bei uns hatten und ohne Nachweis unserer Immobilie bzw. ohne Personennummer war das Anmelden eines Telefons völlig unmöglich. Da der Weg nach Hause ca. 75 km waren, entschieden wir uns, nochmal zum Skatteverket zu gehen, und zu fragen, ob wir unsere Kopie vom Kaufbrief nochmal kopieren könnten. Wir stellten uns wieder in die Schlange und warteten bis wir dran waren und unsere Mitarbeiterin frei war. Als wir ihr unser Problem erklärten, lächelte sie nur freundlich und machte uns gleich zwei Kopien – für alle Fälle. Wir waren wirklich beeindruckt von unserem ersten Kontakt mit den schwedischen Behörden.

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