Bjurbäckens Schleuse – im Zentrum des Bergslagskanal

Der Berglagskanal wurde 1854 – 1857 gebaut, um Frachttransporte vom nordwestlichen Värmland zum Binnenseehafen Kristinehamn zu erleichtern. Das Zentrum des Kanals war die Schleusentreppe in Bjurbäcken. Die Schleusentreppe besteht aus 3 Schleusen mit einem Niveauunterschied von je 3,6 m.

Der Verkehr im Bergslagskanal war zum Anfang enorm. Aufzeichnungen berichten, dass im Jahr 1872  1.369 Dampfer und 3.243 Prahme den Kanal befuhren. Das hauptsächliche Frachtgut war Erz-, Guss- und Schmiedeeisen. Die Boote gingen selten leer zurück. Die Dampfer waren voll mit Hering, Salz und Holzwaren beladen. Der Kanal verlor aber an Bedeutung als ein umfassendes Eisenbahnnetz schnellere und effektivere Transporte zu den Märkten ermöglichte.

Heute ist die Schleusentreppe ein beliebtes Ausflugsziel und das alte Schleusenwärterhäuschen ein gemütliches Café direkt am Kanal.

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Unser neuer Bootssteg

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Der Baumstamm (rechts) ist aus unserem Wald, von Uwe eigenhändig gefällt und entrindet und mit Dietmar nach unten zum Wasser gebracht.
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Uwe und Tobias haben den Steg fertiggebaut.
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Jetzt wird noch eine kleine Steinbarriere für die Wellen gebaut, damit das Boot ruhig am Steg liegen kann.

Hornkullens Silvergruvan – Nykroppas Silbergrube

Das Silbererz wurde in Hornkullen bereits seit dem 15. Jahrhundert gebrochen. Die Bergleute waren zu dieser Zeit meist Sträflinge und nach 1600 vor allem Kriegsgefangene.

Das Erzgestein wurde durch Holzfeuer mürbe geheizt, so dass man es nach dem Abkühlen herausbrechen konnte. Bei dieser Abbaumethode dauerte es etwa einen Monat, um einem Meter in den Berg zu kommen. Die schwierigste Aufgabe war, die Grube frei von Wasser zu halten. Dazu wurde eine Pumpvorrichtung gebaut.

In den Jahren 1582-1604 wurden bereits 400-500 Tonnen Silbererz gefördert. Darin war das Erz der Mine von Gruvåsen mit enthalten. Um 1730 fand man nach mehreren Jahren Arbeit schließlich einen ziemlich guten Erzstreifen von bis zu zwei Meter Dicke. Im Jahre 1844 wurden alle 17 Minen in der Gegend zu „Hornkulls Silver Werk“ zusammengelegt.

Die Schwierigkeit, die Mine frei von Wasser zu halten und der niedrige Silberpreis waren die Ursache, dass man 1847 den Hüttenbetrieb wegen Unwirtschaftlichkeit einstellte.

Das Grubengebiet in Hornkullen ist ein einzigartiges Monument schwedischer Bergbaugeschichte. Es gibt mehrere Grubenlöcher in Hornkullen. „Dunderkammaren“ (Donnerkammer) und „Tors hål“ (Loch des Gottes Tor) sind für die Besucher zugänglich. Die Gruben sind im Winterhalbjahr mit Wasser gefüllt und werden jeden Sommer leer gepumpt.

 

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Diese Höhle nennt man auch Schädelhöhle, da sie einem Schädel ähnelt.

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