Schwedisch-Amerikanischer Tag/ Der John Ericsson Gedenktag

Am 04. August feierte Filipstad den John Ericsson Gedenktag aus Anlass des 150. Jahrestages der „Schlacht von Hampton Road“. Filipstad ist sehr stolz auf seinen berühmten Bürger. Das merkte man ganz besonders an diesem Tag.

Zuerst ein paar geschichtliche Informationen. Quelle: Wikipedia

John Ericsson

(* 31. Juli 1803 in Långbanshyttan; † 8. März 1889 in New York), eigentlich Johan Ericsson, war ein schwedischer Ingenieur und Erfinder.

In England baute er zusammen mit dem Engländer John Braithwaite die Dampflokomotive The Novelty, die an dem legendären Rennen von Rainhill teilnahm. In seinen weiteren Arbeiten beschäftigte er sich mit Propellern von Schiffen (der Ericsson-Propeller wurde nach ihm benannt) und mit Heißluftmotoren. Er schuf das erste propellergetriebene Handelsschiff, die Novelty.

Im Jahre 1839 ging Ericsson in die USA und baute dort mehrere Schiffe, u.a. das Kriegsschiff USS Princeton und das erste Panzerschiff der US-Marine USS Monitor, die im Amerikanischen Bürgerkrieg in der Schlacht von Hampton Roads zum Einsatz kam.

Die Schlacht von Hampton Roads – das erste Gefecht der Seekriegsgeschichte zwischen gepanzerten Schiffen.

Am Morgen des 8. März 1862 erschien die CSS Virginia, begleitet von den Schiffen CSS Raleigh, CSS Beaufort, CSS Patrick Henry, CSS Jamestown und CSS Teaser, in der Mündung des James bei Hampton Roads und begann, die Blockade der Unionsflotte aufzubrechen.

Zuerst griff sie die mit 50 Geschützen bestückte Segelfregatte USS Cumberland an und rammte sie mit ihrem Sporn unter Wasser[1]. Die Cumberland hatte keine wasserdichten Schotten und sank daher schnell. 121 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Da sich die Virginia mit ihrem Rammsporn in der Cumberland festgefahren hatte, wäre sie beinahe mit dem Unionsschiff untergegangen. Erst im letzten Moment konnte sich die Virginia aus der Cumberland lösen.

Danach wandte sich die Virginia der Segelfregatte USS Congress zu, mit der sie mehrere Breitseiten austauschte. Um nicht wie die Cumberland gerammt zu werden, ließ der Kommandant der Congress sein Schiff im flachen Wasser auf Grund laufen. Die Congress und die konföderierten Schiffe um die Virginia beschossen sich noch weiter, wobei auf der Congress 120 Mann, darunter der Kommandant, den Tod fanden. Nach einem mehr als einstündigen Schusswechsel gab die Congress schließlich auf. Während die noch auf ihr verbliebenen Besatzungsmitglieder das Schiff verließen, eröffneten Landbatterien der Nordstaaten das Feuer auf die Virginia, die daraufhin erneut die Congress beschoss. Die Congress begann zu brennen und explodierte, als ihre Munitionsmagazine Feuer fingen.

Die Virginia war bei alldem auch nicht unbeschädigt geblieben. Zwei ihrer Geschütze waren außer Gefecht gesetzt worden und ihr Schornstein war durchlöchert, was ihre ohnehin niedrige Geschwindigkeit noch weiter verringerte. Auch hatte sie beim Angriff auf die Cumberland einen Teil ihres Rammspornes verloren; beim Kampf gegen die Landbatterien der Union war überdies ihr Kommandant, Kapitän zur See Franklin Buchanan, schwer verwundet worden. Dennoch griff die Virginia noch ein drittes Schiff an, die USS Minnesota, die auf der Flucht vor der Virginia auf eine Sandbank aufgelaufen war. Aufgrund seines Tiefgangs konnte das konföderierte Panzerschiff die dampfgetriebene Fregatte aber nicht erreichen und zog sich bei einbrechender Dunkelheit in die Sicherheit der von den Konföderierten kontrollierten Gewässer zurück.

Als die Virginia am nächsten Tag unter Kapitänleutnant Catesby Jones wieder in die Hampton Roads auslief, um die Zerstörung der Blockadeschiffe zu vollenden, fand sie einen neuen Gegner vor – die USS Monitor. Unter dem Kommando von Korvettenkapitän John Lorimer Worden war diese in der Nacht zuvor in die Hampton Roads eingelaufen und beschützte nun die USS Minnesota.

CSS Virginia
USS Monitor

 

 


 

 

Die beiden Panzerschiffe kämpften mehrere Stunden miteinander, zumeist auf kürzeste Distanz, doch wurde kein Schiff entscheidend beschädigt. Die kleinere und wendigere Monitor konnte die Virginia ausmanövrieren und ihrem Rammsporn entgehen, versenken konnte sie diese ihrerseits aber auch nicht. Die Virginia geriet dabei auch in das Feuer von Landbatterien der Unionstruppen und der festsitzenden Minnesota.

Schließlich zog sich die Virginia zurück und überließ das „Schlachtfeld“ den Nordstaaten.

John Ericsson starb am 8. März 1889 in New York. Sein Leichnam wurde 1890 nach Schweden überführt und in Filipstad in einem eigens errichteten Mausoleum beigesetzt.

John Ericsson Mausoleum in Filipstad Foto: Panoramio

In Hampton Roads erinnert heute noch der Monitor-Merrimac Memorial Bridge-Tunnel an die Schlacht. Die Straße über- und unterquert die Wasserstraße unweit der Stelle, an der das Duell der Panzerschiffe stattgefunden hatte.

 

 

 

 

 

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